Donnerstag, 28. Februar 2013

Musiland Monitor 03 - Inside

Sowohl von der blitzsauber aufgeräumten Innenansicht her, als auch von der Qualität der Bauteile, finde ich diesen DAC sehr beeindruckend. Das ist ein schönes Beispiel von High-Tech aus China. Leider werden solche Low-Cost Geräte, die nicht über den regulären HiFi-Handel laufen, nur selten von den Redakteuren der Audiomagazine besprochen.

Photo credit: Musiland

Als Wandler-Chip kommt der Burr-Brown PCM1798 zum Einsatz. Dynamic Range: 123 dB, THD+N: 0.0005%. Der PCM 1798 unterstützt überraschenderweise eine Sample-Rate von 384 kHz, obwohl diese im Datenblatt nicht angegeben ist. Den Nachweis, dass diese Datenrate 1:1 durchgereicht wird, hat ein DIY-Kollege aus Japan erbracht. Die verwendeten elektronischen Bauteile sind alle wirklich erste Sahne, bis auf den OP-Amp MC33079 vielleicht, der im Analogteil als suboptimal gesehen werden kann. Andererseits sind diese modernen Operationsverstärker qualitativ schon jenseits von Gut und Böse.

Sogar der verwendete Kopfhörer-Verstärker-IC ist mit dem TPA6120 gut gewählt. Dieser Amp wird auch in teuersten Geräten verbaut: SNR: 120 dB, THD+N: 0.00014% - das sind alles traumhafte Werte. Die Stromversorgung fällt über USB 3.0 kräftiger aus als bei 2.0, was sich bei Kopfhörerbetrieb positiv auswirken dürfte. Ansonsten werden alle Spannungen individuell auf der Platine aufbereitet

Soll der Monitor 03 Device nur als USB-Schnittstellen-Wandler eingesetzt werden, (Cypress CY7C68013A-56LTXC) zur Fütterung von DACs aus der Topliga, kann ich mir momentan kaum eine günstigere Lösung vorstellen.
Hierfür ist der Toslink-Anschluß da, oder auch die ungenormte 'Mulink'-Schnittstelle. Mit einem kleinen operativen Eingriff auf der Platine könnte man zu diesem Zweck auch das I2S Signal anzapfen. Bei einem teuren Gerät hätte ich schon mehr Hemmungen daran herumzulöten. Das sei nur am Rande bemerkt, denn bei mir kommt diese Anwendung momentan nicht vor. Die klangliche Beurteilung von DACs mit derart hohen Auflösungen fällt mir schon ziemlich schwer.


Dienstag, 26. Februar 2013

Zahlenmagie

Neun Minuten Musik, im Format 24bit/352.8kHz codiert, beanspruchen 1 Gigabyte auf dem Speichermedium. Erfreulicherweise kommt man selbst bei hohem audiophilem Anspruch mit viel weniger Bits aus. Schon mit 24/96'er Auflösung klingen gute Aufnahmen eine ganze Klasse besser als im CD-Format mit 16bit/44.1kHz. In dieser Stufe zeigt sich der Qualitätssprung gegenüber der herkömmlichen Audio Compact Disk am deutlichsten. Mit dem Studio-Format 24/192 hat man schon fast zu viel des Guten, solange man keine Bit-Reserve für die Nachbearbeitung benötigt.

Identische Aufnahmen, wahlweise mit 96kHz oder 192kHz abgespielt, liegen nach meinem Eindruck öfter gleichauf, ich kann sie gehörmäßig nicht mehr sicher auseinander halten. Dennoch wähle ich bei Klassik-Einspielungen am liebsten die 192kHz Studio-Master Downloads, soweit diese angeboten werden, wie bei Linn-Records beispielsweise. Die größere Zahl gibt mir das Gefühl auf der sicheren Seite zu sein. Aus demselben Grund verwende ich auch nur verlustfreie Formate wie FLAC oder bei 24bit/96kHz auch lossless Windows Media Audio.



Spannend ist es trotzdem, mit höchsten Bit-Auflösungen zu spielen, um zu sehen, was geht.. Das kleine Musiland-Kästchen auf meinem Foto macht doch tatsächlich bis zu 384kHz über USB.


>> Großbild <<

Übrigens gefällt mir auch der vintage XP-style der Musiland-Console. Vor Jahrzehnten hatte ich mich beruflich an solchen Benutzeroberflächen für industrielle Messinstrumente verkünstelt, die ich in der objektorientierten Programmiersprache MS Visual Basic schrieb. Das sah wirklich genau so aus - ich bin gerührt!


Dienstag, 19. Februar 2013

Bonsai-Amplifier EL84 SE

Die alte japanische Gärtnerkunst des Bonsai, bei der Bäume in engen Gefäßen gezogen, klein gehalten und ästhetisch geformt werden, kommt ursprünglich aus China, als Tradition des Penjing. Daran musste ich denken, als ich diesen Röhrenverstärker aus China geliefert bekam - eine putzige Miniatur mit einer Stellfläche von der Größe einer CD-Hülle. Ausstattung und Finish sind tadellos und dabei ist das Gerät preislich so günstig, dass ein Selbstbau teurer käme.



Wenn nur der Signal-Geräuschspannungsabstand einen Tick besser wäre! An meinen empfindlichen Radiolautsprechern höre ich es leise brummen und rauschen, wenn es im Hörraum ganz still ist. An modernen Lautsprechern, die meist einen schlechteren Wirkungsgrad haben, dürfte man davon wohl nichts bemerken.

Nach meiner Einschätzung bewegt man sich klanglich etwa auf der Höhe eines DECWARE ZEN oder eines AUREXX CRYSTAL, beides prinzipiell ähnliche EL84 Kleinverstärker, die ich auch schon hier bei mir hatte. Diese beiden Fabrikate brummten leider ebenfalls zu stark an meinen Lautsprechern. So bleibt am Ende doch nur der Selbstbau wenn man höhere Ansprüche stellt.



Der AUREXX CRYSTAL ließe sich übrigens noch am leichtesten modifizieren. Verbessert man sein Netzteil, gibt's nichts mehr zu bemängeln, hauptsächlich weil die Ausgangstrafos von guter Qualität sind. Beim o.g. Verstärker wären solche Eingriffe schwierig: Einmal ist die Bauweise sehr gedrängt, mit einer auf beiden Seiten bestückten Platine, zum Anderen ist da ein integriertes Schaltnetzteil, das man nicht so einfach umbauen kann. Ich könnte mir vorstellen, dass entweder die Siebung der Anodenspannung zu knapp bemessen ist, oder dass HF-Noise in den NF-Teil einstreut.

Samstag, 16. Februar 2013

Energiesparnetzteil

Schaltnetzteil + Schaltverstärker, beide Made in China - passt! Von den MEANWELL Industrie-Netzteilen hatte ich noch zwei Stück in der Schublade. Sie waren mal für die Heizung meiner 211er Röhrenverstärker gedacht, kamen aber mit dem hohen Einschaltstrom der kalten Senderöhren nicht zurecht. Für den T-Amp dürften 50 Watt reichen.
Photo credit: Meanwell

Freitag, 15. Februar 2013

Energiesparverstärker

Wie schnell sich so ein Low-Cost Digitalverstärker wohl amortisiert? Er wird den klobigen YAMAHA-Verstärker ersetzen, der bisher meine PC-Desktop-Monitore bedient.
Der sparsame Stromverbrauch ist natürlich nicht der wahre Grund für den Wechsel, vielmehr möchte ich selbst einmal schauen, was an dem TRIPATH-Hype dran ist. Angeblich sollen die Dinger an gutmütigen Lautsprechern ja gar nicht so schlecht klingen.


Photo credit: S.M.S.L.

Auf dem Foto gefällt mir besonders die aufgeräumte Architektur dieses Kleinkraftwerks. Sieht recht appetitlich aus, der Kleine, und paßt damit auch optisch zu meinem Nettop, der ebenfalls kompakter, leiser und stromsparender ist, als sein Vorgänger.


Donnerstag, 14. Februar 2013

32bit 384KHz, ASIO Support, USB3.0...

... diese Eckdaten markieren zur Zeit etwa den Stand der Technik bei DACs. Und genau diese Extreme möchte ich gern einmal ausreizen. Um normal Musik zu hören, brauche ich so was nicht, denn ich besitze erst wenige Musik-Dateien mit dieser hohen Auflösung. Ich möchte aber auch Computermusik abspielen, die ein Freund tatsächlich in dieser hohen Auflösung erzeugt.

Photo credit: Musiland  musiland.com.cn
 
'Musiland' scheint originär ein chinesischer Massenhersteller von Soundkarten zu sein, der sich bereits in diesem Markt etabliert hat. Ich habe mir also neugierigerweise einen Monitor 03 US DAC von dieser Firma bestellt. Bin gespannt, wie er wohl klingt und was er alles kann. Ein simples und ausgereiftes Plug & Play Gerät scheint es mir nicht zu sein. Ein großes Fragezeichen bei der Geschichte ist die proprietäre Treibersoftware. Oft werden solche Treiber mit der heißen Nadel gestrickt und erst nach dem x-ten Update läuft alles so wie es soll. Da kann man nur auf den Support hoffen. Kritiken über das Gerät fand ich keine im Netz, lediglich ein paar Postings von digital-affinen Bloggern.

Dienstag, 12. Februar 2013

CARAT RUBY 2 DAC

Bei STYLEAUDIO in Korea ist man zurecht stolz auf seine Produkte und lasert noch einen paar artige Worte für den Besitzer auf den Gehäusedeckel. Nette Idee! Und überhaupt gefällt mir das winzige Kästchen sehr gut. Es glänzt mit einer lupenreinen Verarbeitung und einem ebenso feinen Klang. Zu seinen inneren Werten gehört der PCM1796 Wandlerchip von BURR-BROWN nebst weiteren hochkarätigen Bauteilen.


Zum Kauf hat mich auch ein Testbericht in der Zeitschrift Stereoplay bewogen. Er ist allerdings von 2010 und bezieht sich auf eine ältere Version des Geräts: Testbericht


Faszination Orchidee

Monatelang wirken die dürren Stengel ohne Blüten wie abgestorben und ich frage mich, ob ich vielleicht zu viel oder zu wenig gegossen habe. Dann kommen plötzlich die ersten Knospen und in kurzer Zeit erstrahlt sie aufs Neue in ihrer ganzen Blütenpracht.