Sonntag, 28. Juli 2013

In Karlsruhe brechen wir die Zelte ab...

und ziehen wagemutig weiter gen Osten. Über unser neues Domizil im malerischen Städtchen Görlitz werde ich noch berichten und Bilder bringen. Schöne Erinnerungen an unsere große Karlsruher Wohnung, an die Audio-Herrenabende und an die Hauskonzerte mit lieben Freunden nehmen wir mit. Geselligkeit und Kunst im Salon werden wir natürlich weiter pflegen - am neuen Ort.


Energie tanken im Gebirge

Liebe Freunde aus der Schweiz hatten uns für ein paar Tage in Ihr Ferienhaus oberhalb Klosters eingeladen. Wir sind sehr dankbar für die Erholungspause, denn in nächster Zeit stehen größere Umwälzungen ins Haus.






Freitag, 12. Juli 2013

Sondierung in klanglichen Untiefen

Meine kleinen Neumann Monitore machen schon für sich allein einen sehr tiefen und kräftigen Bass. Trotzdem kam mir die Idee, sie mit einem Subwoofer zu entlasten, damit die Treiber nicht so viel Hub machen müssen und folglich im Mitteltonbereich noch sauberer spielen können.
Der Versuch verlief indes enttäuschend. Ohne den extremen Tiefbass wirkte das Klangbild bei den meisten Aufnahmen stimmiger und stabiler.



Nur bei ganz wenigen Stücken rein elektronischer Musik klingen die Tiefst-Bässe einigermaßen sauber, aber ich bekomme gleichzeitig mehr Ärger mit Raummoden.

Auf Klassik-Konzert-Mitschnitten werden plötzlich wabernde und polternde Hintergrundgeräusche hörbar, die sonst deutlich weniger stören. Schallplatte geht gar nicht, ganz unten ist nur Rumpeln. Speziell bei Aufnahmen von Orgelkonzerten hatte ich mir bei den tiefen Registern eine bessere Wiedergabe versprochen, aber auch hier wird der Ton nicht eindeutig klarer. Was sich am unteren Ende des Frequenzbands auf Aufnahmen findet, die mit Mikrofonen gemacht wurden, ist anscheinend häufig nur klanglicher Müll.

Moderne elektronische Tanzmusik (wenn das die richtige Bezeichnung ist) höre ich ja kaum, bei den pulsierenden Beats von juan atkins & moritz von oswald passte der Sub aber mit am besten und machte sogar kurz mal für ein paar Takte Spaß.

Montag, 1. Juli 2013

Poesie der Nachbarn

So heißt eine Veranstaltungsreihe des Künstlerhauses Edenkoben in der Pfalz, von der wir möglichst keinen einzigen Termin auslassen.

Das Künstlerhaus lädt jedes Jahr ausländische und deutschsprachige Lyriker zu gemeinsamer Übersetzungsarbeit ein. Im Laufe einer Woche werden aus Gedichten der Autoren des Gastlandes zusammen mit den deutsch-sprachigen Kollegen Nachdichtungen erarbeitet. Im Gegenüber zweier Sprachen, zweier Töne, entsteht der dem Original in adäquater Weise begegnende neue Text. 

Die Resultate werden - wie am vergangenen Sonntag - bei einer Matinee in einer zweisprachigen Lesung vorgestellt. 

Diesmal war Polen das Land aus dem die Dichterinnen und Dichter angereist waren, mit ganz wunderbaren Arbeiten.


Nebenbei war das musikalische Programm genau nach meinem Geschmack. Ich freute mich schon sehr auf die Gelegenheit, wieder einmal Vitold Rek solo an seinem Kontrabass zu erleben. Sein Spiel hatte mich schon vor vielen Jahren fasziniert, als ich ihn das erste mal in Edenkoben hörte.

Diese Begeisterung konnte ich in der Audio-Community weitergeben, indem ich bei mir zuhause und auf internationalen Treffen meine Lieblingsstücke von ihm vorspielte.

Seine CD Bassfiddle Alla Polacca ist dadurch in gewissen Kreisen zu einer audiophilen Referenz-CD avanciert, wenn es darum geht, den Kontrabass besonders schön darzustellen.