Samstag, 23. November 2013

Kabelsalat

Richtig schön finde ich meinen neuen Hörplatz ja nicht. Insgeheim träume ich schon wieder von einem großzügigen Atelierraum, wo ich Tonkunst-Installationen mit eigenen Mitteln aufbauen kann. Vorläufig muss ich improvisieren.

Hörte ich in Karlsruhe oft Internetradio, weil eine echte Daten-Flatrate zur Verfügung stand, so kommen hier in Görlitz meine Lieblingssender mit Klassik über Satellit. Ich benötigte also einen neuen Receiver und einen DAC mit den passenden umschaltbaren Digitaleingängen. Meine Musiksammlung spiele ich über WLAN und Logitech Squeezebox Touch ein. Als Lautsprecher benutze ich die kleinen Neumann Studio-Monitore.

Neuzugänge: Thomson THS220 und Musical Fidelity V90


Freitag, 22. November 2013

Ein Bild von einem Haus

Es ist nicht mehr ganz aktuell, denn inzwischen wurden die Fenster erneuert und erstrahlen in frischem Weiß. Im Sommer werden wir unseren Südbalkon in der Beletage genießen. Durchgangsverkehr ist übrigens in der Blumenstraße kein Thema und nachts ist es so still, wie ich es nur selten in einer Stadt erlebt habe.


Vom noblen Entrée hinter dem schmiedeeisernen Portal, den riesigen Wandgemälden und den Verzierungen im Aufgang muss ich noch Fotos machen. Kein Wunder, dass wir uns spontan in dieses Haus verliebt haben, als wir es im Sommer zum ersten Mal betraten.
Leider kommt jetzt der Winter, und dieser ist hier deutlich härter als in Baden. Kälteperioden mit Minus 20 Grad Celsius sind angeblich nicht selten.
 

Donnerstag, 21. November 2013

Sushi in Zgorzelec

Da gibt es eine kleine Bar der anderen Seite des Neiße-Ufers. Irgendwie musste ich an den Film 'Sushi in Suhl' denken, mit der unglaublichen Geschichte des Kochs Rolf Anschütz, der 15 Jahre lang mit viel Phantasie das einzige japanische Restaurant in der DDR betrieb. Im polnischen Sushi-Shop wird das Thema Sushi von zwei netten Jungs nämlich ebenfalls recht frei interpretiert. Das heißt, man arbeitet mit ungewöhnlichen Zutaten. Schmeckt aber letztlich ganz lecker und die Rechnung fällt erfreulich niedrig aus.




Sonntag, 17. November 2013

Besuch auf einer Baustelle

Die Aussicht, dass bald ein Literaturhaus in Görlitz entstehen wird, lässt mich den Verlust unserer geliebten 'Kulturtankstelle' für Literatur, das Künstlerhaus Edenkoben in der Pfalz, leichter verschmerzen.

Bald soll es auch in Görlitz Lesungen auf 'Berliner-Niveau' geben. Der Bauherr Rainer Michel verfügt über die entsprechenden Verbindungen zu den etablierten Literaturhäusern. Auch sonst hat er mit dem historischen Gebäude 'Alte Synagoge', welches er unlängst in einem desolaten Zustand erworben hat, noch große Pläne. Gestern besuchte ich die Baustelle anlässlich des Richtfestes und konnte mir schon lebhaft die versteckte Oase vorstellen, die gerade im Entstehen begriffen ist, mit einer Lesehalle und einem kleinen privaten Park. Als Neubürger bin ich sehr dankbar für solche Initiativen, die Görlitz kulturell voranbringen und entschieden zur Lebensqualität beitragen.

Freitag, 15. November 2013

Ortsbestimmung. Zeitgenössische Kunst aus Sachsen.

Gestern Abend besuchte ich die Eröffnung einer Ausstellung mit diesem Namen. Es handelt sich dabei um eine gemeinsames Projekt des Kulturhistorischen Museums Görlitz und des Kunstfonds der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. www.museum-goerlitz.de



Werke von Baselitz, Neo Rauch und vielen anderen herausragenden Malergrößen in Görlitz sehen zu können, hat mich angenehm überrascht. Die Vernissage bot zudem eine erste Gelegenheit, mit Görlitzer Künstlern und Intellektuellen ins Gespräch zu kommen. Ich freue mich schon sehr auf einen weiteren Austausch mit den hiesigen KulturträgerInnen. Nicht wenige der Görlitzer Bohemiens, Avantgardisten und Kreativen leben offenbar in unserer unmittelbaren Nachbarschaft in der Blumenstraße - wie schön! Insofern gestaltet sich meine persönliche 'Ortsbestimmung' erfreulicher, als ich es erwarten konnte.



Unsere private Gemäldesammlung mit zeitgenössischer Kunst ist nach dem Umzug noch nicht vollständig ausgepackt. Es bereitet mir auch noch einiges Kopfzerbrechen, wo ich die großen Formate aufhängen soll, da wir hier weniger Fläche haben als in Karlsruhe. Gleichwohl hegen meine Frau und ich den Wunsch, ein weiteres großes Gemälde einer jungen Dresdener Künstlerin dazuzukaufen, einfach weil es ein vorhandenes Bild unserer Sammlung perfekt ergänzen und dessen künstlerische Aussage verstärken würde. 

Freitag, 8. November 2013

Es ist, als ob die Uhren langsamer ticken



Photo credit: goerlitz21 e.V.

Einerseits ist ja genau das erwünscht, im Sinne eines entschleunigten Lebens in der Provinz. Anderseits dauert alles - und so war's auch eine Geduldsprobe, bis mein neuer Internetanschluss eingerichtet war. Den Kontakt zur großen weiten Welt vermittelt mir nicht etwa ein Telekom-Kabel - nein, so was liegt hier nicht an - sondern eine wackelige LTE-Funktechnologie. Das hinterste Dorf in Afrika lässt schön grüßen, dort haben sie es auch nicht besser. Derweil hält man in Berlin Sonntagsreden über schnelles Internet, flächendeckend. Ob wir das noch erleben werden, in der Blumenstraße in Görlitz?

Bei allen Freunden und Verwandten, die mir zum Einzug briefliche Aufmunterungen, Carepakete, Lesestoff, Süßigkeiten und ähnliches zukommen ließen, bedanke ich mich hiermit leicht verspätet und bitte um Nachsicht für meine wochenlange Schreibfaulheit. Ich tippe halt lieber auf einer ordentlichem Tastatur als auf dem Smartphone.