Freitag, 30. Mai 2014

Bildernachlese zum Auftritt des Bachchors

Am Sonntag den 24. Mai bei einem Festgottesdienst in der Stadtkirche St. Peter und Paul. Chorleitung und Orgel: Kirchenmusikdirektor Reinhard Seeliger




Das Chorsingen ist nicht nur ein schönes Hobby meiner Frau, sondern auch eine gute Gelegenheit mit netten Chorschwestern aus der Region Bekanntschaften zu schließen.


Mittwoch, 28. Mai 2014

'Weißer Salon'

unter diesem Arbeitstitel trifft sich von nun an regelmäßig ein Zirkel von Kreativen, Kunst- und Kultur-Interessierten in der Galerie von Jana Lübeck und Jens Besser am Görlitzer Fischmarkt. Der Plan, an diesem Ort ein 'Ideenlabor' zu installieren, nimmt also immer konkretere Formen an.
 


Neben der Möglichkeit zum Ideenaustausch soll es bei unseren Treffen ein improvisiertes Rahmenprogramm geben, mit Lesungen, Musik u.s.w.  So kam es, dass ich demnächst in der 'Neun-Görlitz' ein Hauskonzert mit experimenteller elektroakustischer Musik aufführen darf, ähnlich den privaten Hörabenden, die ich früher in Karlsruhe für unsere Freunde veranstaltet hatte. Spannende Sache!


Sonntag, 25. Mai 2014

Empfohlene Lektüre

Der ZEIT-Literaturchef Ijoma Mangold ist einer von vielen Rezensenten, der das neue Buch von Saša Stanišić empfiehlt. Er bemerkt dazu: ... 'glänzt durch seine innovative Sprachfreude'. Wenig verwunderlich, ist der Autor doch Preisträger der Leipziger Buchmesse. Heute habe ich mein Exemplar ausgepackt und freue mich schon auf die Lektüre.


Foto: Johannes LeBong
Cover (c) Luchterhand Literaturverlag, mit freundlicher Genehmigung

Samstag, 24. Mai 2014

Kunstausstellung als Horrortrip?

Mehr als ein schneller Rundgang durch die Ausstellung 'Zukunftsvisionen 2014' (Festival für moderne Kunst, Görlitz) war heute bei der Eröffnung für uns nicht drin. Die Ruinen der ehemaligen Nervenheilanstalt Dr. Kahlbaum-Allee als Veranstaltungsort fanden wir - bei aller Liebe zur Kunst - letztlich zu gruselig und verkommen. 


Zwar mag man den Verfall und die noch zahlreich vorhandenen Bruchbuden von Görlitz malerisch oder fotogen finden, das Setting 'morbide Kulisse' wird jedoch in dieser Stadt leider überstrapaziert und damit schnell langweilig. Wo bleibt der Sinn fürs Schöne in der Kunst, das die Glückshormone beim Betrachter anregt? Die zahlreichen Exponate hätten bestimmt von einer aufgeräumten Umgebung profitiert.



“Papier als Kunststoff”

Eindrücke von der Vernissage in der Galerie Flox.  galerie-flox.de

Starke Maler der Leipziger Schule (u.a.) in der großzügigen Haupthalle

Resümee: die Ausstellung ist klasse, aber meine neue Canon IXUS 155 Kamera bringt es nicht. Fast jedes Foto wird total verrauscht, wenn man es nicht gerade bei Tageslicht im Freien knipst. Das ärgert mich jetzt, weil ich wieder einmal kaum brauchbare Bilder von der ansonsten sehr gelungenen Ausstellung mit nach Hause bringe.

In einem weiteren Galerie-Loft finden jeweils die Sonderausstellungen statt. Diesmal Thema: Papier!

Musikalische Umrahmung:  Sabine Grüner / Violincello
 
Einführung: Kathrin Christoph

Wir bedanken uns beim Galeristen und bei den KünstlerInnen für die angenehme Atmosphäre und die schöne Gelegenheit zu Kunstgenuss und Gespräch.

Mittwoch, 21. Mai 2014

Die Kleene Schänke in Cunewalde

Dieses schnuckelige Restaurant hatten wir nur zufällig bei einem unserer Ausflüge entdeckt, da es abseits der Ortsstraße liegt. Oft geht es uns so, dass wir lange Strecken durch herrliche Landschaften fahren, und denken, in der nächsten Ortschaft könnte doch endlich mal ein schöner Biergarten kommen, ein Café, eine Eisdiele oder so. Das ist aber nur Wunschdenken und Beweis, wie  fremd uns die hiesigen Verhältnisse immer noch sind. Hier nimmt man besser einen Picknickkorb mit auf eine Landpartie. Darum sind solche 'Fundstellen' bemerkenswert. 

Photo credit: Lutz Maertens

Leider habe ich kein Foto von der niedrigen holzvertäfelten Gaststube; sie ist sehr gemütlich, stilvoll und gepflegt! Die regionale Küche des Hauses schmeckte uns jedesmal sehr gut und die Wirtsleute fanden wir ausgesprochen nett.

Photo: Johannes LeBong

Sonntag, 18. Mai 2014

Görlitz hat auch seine dunklen Seiten

Insofern finde ich den kritisch-pointierten Reisebericht im Berliner Blog 'The Needle' über Görlitz durchaus zutreffend: How We Were Chased out of Görlitz: Wes Anderson Meets Reality

Foto: Wikipedia (CC) / Europastadt Goerlitz GmbH

Montag, 12. Mai 2014

Die Modebranche macht sich an die Kunst heran

Es ist ein neuer Trend, den man nicht nur bei der Kollektion von Miuccia Prada findet, die Muralisten-Motive auf Kleiderstoffe drucken lässt, sondern querbeet bei vielen bekannten Designern, gerade so, als hätten sie sich abgesprochen.
 
Seit wir in Japan auf den angesagten Modelabel 'UNIQLO' aufmerksam wurden, bestelle ich sporadisch Klamotten bei denen im UK Online store. Aktuell hatten sie Polohemden mit aufgestickten Motiven von Keith Haring. Die Modebranche kennt offenbar die Schwächen ihrer Kundschaft...

Le Sacre du Printemps

Unter dem Namen 'Sorbisches National-Ensemble' hätte ich mir vielleicht auch eine Folkloregruppe vorstellen können. Doch weit gefehlt, dieses sorbische Musiktheater kommt ziemlich modern daher. Im GHT-Görlitz sahen wir mit 'Metamorphosen der Liebe' und 'Sacre du printemps' zwei Stücke, die uns begeistert haben. Wir können der sorbischen Tanzcompagnie nur ein Kompliment machen. Die Vorstellung war leider nur schwach besucht - für uns völlig unverständlich.



Zu der zeitgenössischen Komposition von Detlef Kobjela, die neu und interessant für uns war,  spürten die TänzerInnen im ersten Part in verschiedenen, teils radikalen Figuren dem nach, was Liebe aus uns machen kann: glückselige oder verzweifelte Menschen.

Nach der Pause, bei Igor Strawinskys Avantgarde-Klassiker 'Sacre du Printemps', zogen uns gleich die ersten Takte von Musik und Tanz total in den Bann. In der Choreografie von Mia Facchinelli-Šiška steht das bekannte Sacre-Ritual für das Opfern moralischer und ethischer Werte einer zivilisierten Menschheit. Ritus, Rausch und Ekstase - in einer wunderbar gelungen Umsetzung mit eindrücklichen Bildern. Einige Szenen stellten nach unserer Auffassung den Stereotyp des Massenmenschen von heute bloß.



Fotos: Matthias Hultsch, mit freundlicher Genehmigung des Sorbischen National-Ensembles

Im Oktober ist eine weitere Sacre-Inszenierung von Sasha Waltz in Berlin zu sehen. Es wäre bestimmt reizvoll, da hin zu fahren. Berlin ist uns ja jetzt auf der Landkarte näher gerückt.
 

Mittwoch, 7. Mai 2014

NEUN GÖRLITZ

Über die kleine Galerie am Fischmarkt hatte ich schon berichtet. Mir gefällt besonders, dass es sich dabei um eine private Initiative von jungen Leuten handelt und nicht etwa um eine institutionelle Einrichtung. In dieser Form ist das einmalig in Görlitz und ich sehe es als einen der raren Orte, wo explizit eine moderne Kunst gepflegt wird.
 
Die Vernissage der Ausstellung von Sylvia Pásztor und Kerstin Gommlich hatten wir leider wegen Terminproblemen verpasst, aber heute haben wir den Besuch nachgeholt. Die Ausstellung geht noch bis Ende des Monats und ist sehr zu empfehlen. Nicht nur in der Städtischen Galerie gibt es also Werke junger Meisterschüler der Dresdener Kunstakademie zu sehen, sondern auch in der 'NEUN'


Nuit d'été

Abb.: Schloss Klingewalde, historisch. Quelle: Wikipedia


Gestern genossen wir eine bezaubernde sommerliche Kammermusik im intimen Ambiente des Schlosses Klingewalde. Die Sängerin und mehrfache Preisträgerin Laura Scherwitzl, die wir als Ensemblemitglied des Theaters Görlitz kennen, stammt aus Wien. Sie parlierte nebenbei sehr gewinnend und mit typisch wienerischem Charme. Lorenz Zenker begleitete sie an der Violine und Stafanie Fahrendorf am Klavier. Das klassische Programm ließ uns gedanklich durch das Wien, Paris und Italien vergangener Tage streifen, mit romantisch-beglückenden Gefühlen. Wir danken dem 'PhilMehr' Philharmonische Brücken e.V. insbesondere Frau Vera Tacke für die Einladung ins Schloss.

Sonntag, 4. Mai 2014

Das stinkt uns in Görlitz

Hier liebt man noch das Flackern offener Kaminfeuer und heizt mit qualmenden Öfen. Das wäre halb so schlimm, würde nur gutes trockenes Brennholz genommen und nicht Bauholzabfälle und ähnliches. Spricht man das Thema an, sind angeblich die Polen und die Tschechen jenseits der Grenze für Smog, Ascheregen und Feinstaub verantwortlich...

Auch in Sachen Autoverkehr wünschen wir uns einen Paradigmenwechsel zugunsten einer deutlich gesünderen Umwelt. Kürzlich besuchte ich eine Podiumsdiskussion, die mit der Frage 'Ist Görlitz eine fahrradfreundliche Stadt?' eröffnet wurde. Bezogen auf unsere alte Heimatstadt Karlsruhe, müsste ich diese Frage glatt verneinen. Die hiesige Stadtverwaltung und der Einzelhandel üben sich leider noch in überkommenem Denken. Man glaubt, der Kunde würde bevorzugt dort einkaufen, wo er mit dem Auto vorfahren kann. Lieber richtet die Görlitzer Behörde beidseitig Parkplätze am Straßenrand ein, anstatt Radwege zu schaffen.

Farbe-Raum-Motiv



Aufgenommen im Gebäudekomplex 'Im Friese' auf dem Gelände einer ehemaligen Textilfabrik in Schirgiswalde-Kirschau, wo sich heute Künstlerateliers und Galerieräume befinden.

Festspielhaus Hellerau - die Zweite





The Unreality of Time - Copyright: Dance Forum Taipei  Vergrößerte Darstellung
Pressefoto, mit freundlicher Erlaubnis der Pressestelle Festspielhaus Hellerau