Sonntag, 22. Juni 2014

Ausflugsziele

Beiderseits der Neiße gibt es in unserer Nähe wundervolle Parks zu entdecken und zu erwandern. Sie wurden zum Teil von bedeutenden Landschaftsgärtnern wie Peter Joseph Lenné, Herrmann Fürst v. Pückler-Muskau, Gartendirektor Eduard Petzold, Johann Christoph Knöffel und Max Bertram gestaltet. Wir ahnen heute noch die Spuren einer vergangenen Herrlichkeit. Manchmal finden wir vergessen wirkende, menschenleere Oasen der Ruhe. An anderen Orten betreten wir stilvoll restaurierte Schloss-Anlagen und Hotels mit sehr gepflegten Gärten und Parks.

Kaffeepause, Schloss Lomnica, Jelina Gora (Hirschberger Tal)  Bild Groß


Ein perfekter Wegweiser für solche Exkursionen ist ein erst vor wenigen Tagen erschienener, gedruckter Parkführer, in dem allein 33 Parks aufgelistet werden, beziehungsweise die Homepage der Herausgeber mit interaktiver Karte: gartenkulturpfad-neisse.org

Donnerstag, 19. Juni 2014

Garage sale % % % last chance

Biete hier mein letztes Pärchen Reso|Beta Lautsprecher an. Es sind meine privaten Exemplare, bestückt mit Philips 9710 Fullrange Alnico's. Ursprünglich hatte ich diese faszinierenden 'Musikmagneten' mal in einer kleinen Serienedition für 2200.- Euro Paarpreis verkauft, für die Meinigen möchte ich jetzt noch 950.- (nur Abholer, Standort Görlitz - verschicken kann ich sie nicht). Weil sich das Angebot sowieso nur an Kenner von hoch empfindlichen Audiogeschichten richtet, brauche ich wohl nicht viel darüber zu schreiben.



 
Warum ich auch die letzten schönen Stücke noch verkaufe? Bei mir geht die Audio-Entwicklung in eine neue Richtung. Ich finde es schön, mit ein paar Freunden gemeinsam 'neue' Musik zu hören und sich darüber auszutauschen. Zu diesem Zweck möchte ich mir eine HiFi-PA aufbauen, die auch einen größeren Salon bespielen kann.

Update 2. Juli: Die Lautsprecher sind nach einer vergnüglichen Hörsitzung bei uns an einen Audiofreund aus Dresden verkauft. Er hatte einen prächtigen AYON SPARK Eintakt-Verstärker mit der Röhre 6C33C mitgebracht, welcher sich in der Kette als sehr gut passend erwies. Tonquelle: Logitech Squeezebox Touch, Wandler: Musical Fidelity V90.






Mittwoch, 18. Juni 2014

Kühne Architekturmodelle aus Stuttgart und Paris

Erfreulicherweise gibt es an der Ecole Speciale d'Architekture von Paris und bei der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart Professoren, die ihren StudenInnen die Aufgabe stellten, sich im Rahmen von Semesterarbeiten mit Görlitz zu beschäftigen. Die Aufgabe war, avantgardistische städtebauliche und raumplanerische Visionen für Görlitz zu entwickeln. 

Der geschulte und unvoreingenommene Blick von außen erwies sich sehr treffend im Sinne einer Schwachstellenanalyse und führte zu gut durchdachten Lösungsansätzen. Würde die Stadt nach diesen Skizzen umgebaut, gewänne sie nicht nur optisch durch spannende Kontraste, sondern wäre auch besser organisiert. Viele clevere Detaillösungen haben meine Frau und mich geradezu begeistert!
Letzten Sonnabend waren in der Curiestraße 3 mehr als sechzig Poster und einige Modelle der Studenten ausgestellt. Man hätte Stunden gebraucht, um sich wirklich eingehend und differenziert damit zu befassen.


Friedmann Dreßler von der Stadtverwaltung Görlitz hat uns dankenswerterweise die Arbeiten näher gebracht, indem er sie kurz bei einem Rundgang erklärte. Viele Pläne zeigten eine beeindruckende Qualität und Auffassungsgabe. Wir hoffen, dass diese Arbeiten bei der Stadt Beachtung finden, auch wenn es keinen konkreten Realisierungshorizont gibt, sind aber skeptisch.

Wie ich aus gut informierten Kreisen weiß, sind alteingesessene Görlitzer eher darauf bedacht, Neues abzuwehren. Schon gar nicht liebt man zeitgenössische Architektur oder Kunst. Die Leserbriefe in der SZ, in denen man sich über eine harmlose rote Stahlskulptur am Neißeufer erhitzt, sind ein gutes Beispiel für diese Haltung. Ein früherer Bürgermeister wollte die Skulptur sogar an den Künstler zurückgeben. Das las ich ebenfalls in der Zeitung.


Sonntag, 15. Juni 2014

Diesertage in der PlanBar

Das Koordinierungsteam 'Bündnis Zukunft Oberlausitz' hatte einige KreAktive Kräfte in das Kultur- und Bildungszentrum 'Am Wasserturm' in Ebersbach-Neugersdorf eingeladen. Es galt, die ZukunftsTage im Sommer weiter vorzubereiten. 
Mir hat schon die 'PlanBar' allein, die in einem stylish umgebauten früheren Feuerwehrdepot tagte, sehr gefallen und wir freuten uns, in diesem Kreis Ideen einbringen zu dürfen. 

Im folgenden ein paar Schnappschüsse als Erinnerung an einen spannenden Nachmittag:


Samstag, 14. Juni 2014

KUNST:offen in Sachsen 2014...

... bot allein in Görlitz 14 Anlaufpunkte. Wäre doch schön gewesen, man hätte vorher und nachher etwas in der Lokalpresse darüber gelesen. Ein paar Storys, ein paar Portraits, ein Stadtplan mit den Locations - weniger Aufwand geht doch wirklich nicht! Wie gut, dass wir auf die kulturvergessene Sächsische Zeitung nicht angewiesen sind.

Die Ausstellung "Mein Lebenslauf" von Jadwiga Janina Sarzyńska möchte ich heute stellvertretend aufführen für die vielen Atelierbesuche, Exkursionen und Künstlergespräche, die uns das ganze Pfingstwochenende fröhlich auf Trab gehalten haben.

Photo credit: Axel Lange, Quelle:  facebook.com/neungoerlitz

Donnerstag, 12. Juni 2014

Unentschieden

Am Pfingstsonntag besuchten wir ein Festkonzert im Saal des 'Gerichtskretscham' Kunnersdorf (ehem. Gerichtsort des Dorfgerichts). Wir fanden uns in einem freundlich hell renovierten Konzertsaal, der mit moderner Kunst sehr dezent geschmückt war. An der Front zwei große Konzertflügel. Das Programm hatte uns angelockt: György Kurtág, Hans Pfitzner, Franz Liszt, Christoph Staude und Ludwig van Beethoven. Annette Elster sang Mezzosopran und Christoph Staude spielte Klavier. 


Bloß, während meine Frau und eine Freundin genießerisch lauschten, hatte ich das Gefühl, die Anspannung des Pianisten überträgt sich auf mich. Sonst sind meine Frau und ich uns oft einig bei der Nachbesprechung. Ich fand's diesmal zumindest interessant, da für mich neues Material dabei war.

Dienstag, 10. Juni 2014

Audiosachen und Tonkunst

Ich weiß, viele Leser meiner Notizen sind nur deshalb noch dabei, weil sie das gleiche audiophile Steckenpferd reiten, welches ja viele Jahre Schwerpunktthema meiner alten Website war.

Leider kann ich nichts Neues auf diesem Gebiet vermelden, seit wir in Görlitz leben. Kürzlich habe ich mich sogar selbst in die Verlegenheit gebracht, in einer Görlitzer Kunstgalerie ein kleines 'Audio-Konzert für Lautsprecher' vorführen zu wollen, ohne überhaupt noch eigene Röhrenverstärker im Hause zu haben. So geht das natürlich nicht...

Ich suchte also kurzfristig für dieses Event einen kleinen Eintakter mit der Röhre EL84, weil ich wusste, dass meine Reso|Beta Lautsprecher mit dieser Pentode perfekt harmonieren.

Als ich selbst vor vielen Jahren angefangen hatte, eigene hochwertige Kleinverstärker in kompakter Bauweise und mit symmetrischen Proportionen zu konstruieren, gab es noch nichts in dieser Art fertig zu kaufen. Heute findet man im Internet immer mehr Hersteller in China, die das Thema aufgegriffen haben und Röhrenverstärker aller Klassen in einer hohen Fertigungsqualität anbieten. 

Photo credit: Line Magnetic  Homepage: lm-audio.com

Vor ein paar Tagen bin ich also das Wagnis eingegangen, einen EL84 SE Marke 'Line Magnetic' in China zu ordern. Gerade habe ich ihn ausgepackt und muss sagen, er wirkt sozusagen klassischer und perfekter gemacht als vergleichbare Originale aus der Blütezeit der Röhrentechnik. Das Finish ist tatsächlich mustergültig. Ob er so gut klingt, wie meine eigenen Konstruktionen, muss sich noch weisen.

Photo credit: Line Magnetic

Update 13. Juni: Habe den Amp wieder verkauft. Er funktionierte zwar perfekt und hat beeindruckende technische Daten, musikalisch kann er mit meinen Eigenbauten dieser Art jedoch nicht wirklich konkurrieren. Er reüssierte mit einem hellen Springinsfeld-Klang, zu leichtgewichtig und zu farblos für meinen Geschmack. Das muss aber nicht für jede Lautsprecherkombination gelten und kann sich auch nach der Einspielphase noch ändern.

Donnerstag, 5. Juni 2014

In Görlitz schick ausgehen?

Görlitzer Tradition in einer modernen Form erleben? Ein Lokal im gehobenen internationalen Stil? Ja, es gibt erste Ansätze.



Uns gefällt dieses gepflegte Ambiente und wir wünschen uns noch viel mehr mutige Gastronomen, die das Lebensgefühl moderner Stadtmenschen nicht einfach ignorieren. Leider wird das Lokal noch nicht so recht angenommen. Zu kühl und zu hell für viele, wie wir aus Gesprächen wissen. Sehr schade, aber wir glauben, das wird noch mit der Zeit.


Montag, 2. Juni 2014

KUNST:offen in Sachsen 7. – 9.06.2014

Drei Tage Zeit um auch in Görlitz einige Künstlerinnen und Künstler zu treffen und ihre Werke und Ateliers zu besichtigen. Info und alle Locations unter kunstoffeninsachsen.de auf einer interaktiven map.

Kontext Link Görlitz: Pressemitteilung Wildwuchs e.V.

Photo credit: Jens Zschernig