Dienstag, 22. Juli 2014

Neuzugang 'DAC'

Den FiiO Taishan D03K habe ich gekauft, weil sich der vorhandene analoge Audio-Ausgang meines Thomson SAT Empfängers nicht besonders gut anhört. Ich benutze diesen Receiver ja nicht nur für den Fernsehempfang, sondern häufiger noch als Radioersatz. 

Die Klangqualität der einschlägigen Klassik-Programme über Satellit ist glücklicherweise gut, aber letztlich doch nicht so überragend, dass ein besonders hochwertiger externer Wandler viel bringen würde. Vorher hatte ich einen Musical Fidelity V90 DAC angeschlossen, der fraglos 'audiophiler' ausgelegt ist, aber diesen brauche ich jetzt an meinem Main-System.
Photo credit: Taishan

So kam ich auf den FiiO DAC, der anscheinend ein Bestseller ist. Im Inneren dieses ordentlich gefertigten Winzlings tut ein Receiver-Chip Cirrus CS8416 seinen Dienst. Dieser füttert einen Cirrus Logic 4344 DAC. Der Billig-Chip hat ziemlich anständige Daten bei 105dB SNR und -90dB THD+N. Das analoge Ausgangssignal verstärkt ein Texas Instruments LMV358 Opamp.  All das sieht ganz brauchbar aus und hört sich auch so an.

Sonntag, 20. Juli 2014

Poor man's VOTT ;-)

Meine neuen 'Großlautsprecher' lieferte übrigens ein freundlicher HiFi-Dealer aus Warschau. Ohne Abdeckungen finde ich sie hübscher.


Klipsch RF7 wären auch noch eine Option gewesen, liegen aber preislich höher und gefallen mir vom Aussehen her nicht so gut. Professionelle Kinolautsprecher wie beispielsweise die JBL 3252N, also Nachkommen der Altec VOTT 'Voice of the Theatre', waren auch im Fokus. Der JBL Professional Vertrieb hat mir aber dringend vom Kauf abgeraten, als ich denen meinen Anwendungsbereich schilderte. Angeblich spielen sie bei Zimmerlautstärke nicht so gut. Da es um die klassischen Kinolautsprecher von WE und ALTEC noch immer diesen Hype gibt, hätte es mich sehr gereizt, den alten Originalen, von denen ich ja schon viele ausgiebig anhören konnte, einmal moderne Abkömmlinge gegenüber zu stellen. Hier gibt es noch eine kleine Lücke in meiner Hörerfahrung, die ich wohl nicht so einfach schließen kann. So ein A/B Vergleich Kinolautsprecher-Vintage-gegen-Neu wurde meines Wissens noch nirgends gemacht.

Freitag, 18. Juli 2014

Hammer!

Grad' ausgepackt und noch nicht mal eingespielt, haben mich die 'Studio 590' positiv überrascht. Wolfgang Rihms 'Etudes d'après Séraphin' [1997] habe ich noch nie so livehaftig über Lautsprecher gehört, natürlich einmal abgesehen von der Live-Aufführung im ZKM Karlsruhe unter der Leitung von Prof. Gérard Buquet. 
Aber auch anderes Material klingt sehr beeindruckend. Die Hörner zeichnen die Klänge im Normalbetrieb fein und präzise. Horntypische Verfärbungen und übertriebene Schärfe habe ich keine bemerkt. Wenn es indes so sein soll, werden die Töne mit Verve und Nachdruck in den Raum gehämmert und geblasen. Die mit 1,5 kHz relativ niedrige Übergangsfrequenz zum Horn führt hier zu einer ungewöhnlichen Stabilität und Konzentriertheit bei der Wiedergabe von Stimmen. Der Bass ist mir eher einen Tick zu gewaltig, aber das kann man noch regeln. Generell tendiert die Abbildung in Richtung großes Kino, was ich mir in diesem Fall auch gewünscht hatte. Man merkt, dass der Lautsprecher jederzeit genug Dynamikreserven hat und deswegen sehr relaxed aufspielt. Jetzt brauche ich noch einen soliden Amp mit 2 x 250 Watt an 6 Ohm, dann steht meine 'Audio-Konzert-Anlage'. Bin erst mal begeistert.

Donnerstag, 17. Juli 2014

Garage sale % % %

Verkaufe meinen Fostex HP A3 DAC plus extra USB Netzteil für zusammen 129 Euro incl. Versand. Das separate Netzteil wird benötigt, wenn man nur den Toslink Eingang benutzt, da die Stromversorgung ansonsten über den USB-Anschluss kommt. Das Netzteil ist normalerweise nicht im Lieferumfang enthalten. Zustand insgesamt 'wie neu', ohne jegliche Gebrauchsspuren.

Photo credit: Fostex (Hersteller)

Der Fostex A3 ist ein überdurchschnittlich wohlklingeder DAC, der zudem sehr flexibel einsetzbar ist: USB, TOSLINK, Kopfhörerverstärker. Da der Lautstärkeregler auch auf die Line-Ausgänge wirkt, kann man ihn direkt an Endstufen ohne Preamp betreiben oder an Aktivlautsprechern als Monitorcontroller. Diese Kombination von Möglichkeiten findet man selten in solchen Geräten. Ich hatte schon mal etwas über den DAC geschrieben, als ich ihn 2013 gekauft hatte. 
Kontext Link: neues-hoergerat

Update 18. Juli: Der DAC ist verkauft

Sonntag, 13. Juli 2014

Vorgriff

Vorgriff insofern, als ich sie noch nicht hier habe, meine neuen Studio-Lautsprecher von JBL. In Deutschland und USA ist diese Serie ausverkauft. So wie es aussieht, kann ich mit etwas Glück noch ein Pärchen ergattern. Ich denke, ein allzu großer Verkaufserfolg war diesem Modell ohnehin nicht beschieden, dazu sind die Trümmer mit 170 Liter Volumen zu klobig und das Gehäuse ist zu unkonventionell gestaltet. Ich finde das Design indes sehr gelungen und zweckmäßig. Das entscheidende Detail ist ein ziemlich großes Horn mit Druckkammertreiber, welches ab dem oberen Mitteltonbereich das klangliche Geschehen bis zu den höchsten Tönen prägt. Ich ordne diese Konstruktion eher bei den klassischen PA- oder Kinolautsprechern ein, als bei den HiFi-Boxen. JBL verwendet dem entsprechend auch Key Visuals aus dem Pro-Audio-Bereich um das Produkt zu bewerben. Die Basswiedergabe der Studio 590 soll ziemlich mächtig sein, satt und betont kraftvoll, der Mittelton und Hochton sehr direkt und anspringend - eben horntypisch spektakulär.

Photo credit: Savio Fernandes

Meine Idee ist, demnächst einen Audio-Herrenabend bei mir zu veranstalten und ein paar Audiofreunde aus der Region um Dresden einzuladen, als Fortsetzung der Tradition, die wir viele Jahre in der Karlsruher Audioclique gepflegt haben. Die neuen Lautsprecher möchte ich vornehmlich als HiFi-PA einsetzen, gern auch mal mit höheren Pegeln in einem größeren Raum. Das ist ein spezieller Anwendungsbereich, für welchen meine Neumann Nahfeldmonitore zu schwach sind, obwohl sie immerhin 112 dB SPL bringen, wenn man sie voll ausreizt. Ansonsten bin ich mit den Neumännern ganz glücklich.

Mittwoch, 2. Juli 2014

Musik im Weißen Salon



Gestern durfte ich mit exemplarischem Material meinen Einstand bei den 'Weißen' in der Galerie 'Neun Görlitz' geben. Wir hatten beim letzten Treff verabredet, dass sich jeder von uns mit einer kurzen Präsentation vorstellt. Das nächste Mal wird es beispielsweise eine Lesung sein. Bei Andrea und mir bot sich das Thema 'Neue Musik' an, mit der wir uns auf vielfältige Weise beschäftigen. Ich führte also eine elektronische Sinfonie von Prof. Hiroaki Minami auf, mit früher Computermusik, die er mir in Japan anlässlich eines privaten Besuchs mitgegeben hatte. Seine elektroakustische Musik zeugt von einer fundierten klassischen Komponisten-Ausbildung, er hat auch großorchestrale Werke für konventionelle Instrumente geschrieben.



Mir macht es viel Freunde, im kleinen Kreis Komponisten vorzustellen, die ich aus ganz verschiedenen Gründen für interessant halte, und die ansonsten auf großer Bühne nur selten aufgeführt werden.
Zum Setup:  Neumann KA 120 A Studiomonitore an Logitech Squeezebox Touch über Musical Fidelity V90 DAC auf selbstgebautem Tonmöbel im Stil 'Berliner Zimmer'. Kalligrafie 'Konpira Fune Fune' von Andrea LeBong.
Das Programm fand in der Runde von etwa 10 Personen eine erfreuliche Resonanz, wie in den anschließenden Gesprächen deutlich wurde, wo es um die Gefühlsreaktionen beim Anhören ging. Und so gelang ein weiterer schöner Abend, der bestimmt nicht der letzte dieser Art bleiben wird.