Samstag, 30. August 2014

Lautsprecherkabel DIY

Beim Lautsprecherkabel lohnt sich der Selbstbau definitiv. Man muss sich nur ansehen, was für ein Nonsense unter dem Label 'High-End' fabriziert und teuer verkauft wird. Bei meinen früheren Audiozusammenstellungen mit kleinen Röhrenverstärkern und hoch empfindlichen Lautsprechern war ein dickes Lautsprecherkabel kein Thema. Gelegentlich benutzte ich spaßeshalber dünnen Klingeldraht bei Vorführungen, zur Verblüffung der Zuhörer.

Bei der Kombination meiner JBL Studio 590 Lautsprecher mit dem Yamaha A-S700 Verstärker ist die Lage anders. Die Endstufe hat einen Dämpfungsfaktor von 250, ein ganz ausgezeichneter Wert, der übrigens auch ein Indiz für eine hohe Bandbreite ist. Zudem müssen 250 Watt dynamische Leistung übertragen werden. Eine möglichst niederohmige Verbindung zum Lautsprecher wirkt sich hier positiv auf das Einschwingverhalten aus, besonders die Basstreiber arbeiten kontrollierter. Da wäre also einmal die Länge des Kabels und der Querschnitt entscheidend, zum anderen eine gute Kontaktierung. Als Bastler hat man das im Griff.

Der Leiterquerschnitt meines Kabels beträgt jeweils 4mm² und es ist nur 1,50 m lang. Als Stecker habe ich Nakamichi-Bananas genommen, deren Büschelkontakte einen guten Eindruck machen. Die Kabel bestehen aus feindrähtiger Reinkupferlitze und sind mit Silberlot am Stecker satt verlötet.

Donnerstag, 28. August 2014

Nuovo convertitore

DACs kommen und gehen bei mir schnell mal wieder ungeliebt, egal ob billig oder teuer. Der FiiO Taishan D03K, über den ich erst kürzlich im Blog berichtet hatte, erwies sich sogar als Eintagsfliege, denn bereits nach wenigen Betriebsstunden rauchte er ab.

Gut so! Ich fand ihn klanglich unbefriedigend. Also muss jetzt ein günstiger Ersatz her.
Photo credit: TCC

Der TC-7510 aus Taiwan, besser unter dem Namen 'Beresford' bekannt, ist zwar technisch und optisch in die Jahre gekommen und wurde auch bereits durch aufgewertete Nachfolgemodelle abgelöst, er hat aber eine Besonderheit, nämlich einen klassischen analogen Lautstärkepoti, der auf einen der beiden Line-Ausgänge wirkt. Häufig arbeiten die Lautstärkeregler von DACs nur auf den Kopfhörerausgang oder es sind digitale Abschwächer.

Ich kann dieses schlichte Kästchen also als Monitorcontroller mit 4 umschaltbaren digitalen Eingängen - Toslink und SPDIF - für meine aktiven Studiomonitore einsetzen. So erklärt sich meine Kaufentscheidung. Intern arbeitet der DAC mit dem altbekannten Burr-Brown PCM 1716 24-bit/96kHz Delta/Sigma Wandler. Die Beschränkung auf 96 kHz finde ich derzeit nicht als störend, da ich kaum höher auflösendes Musik-Material habe. Außerdem ist es ja auch nicht mein einziger Wandler. Bin mal gespannt auf den Klang, wenn das Teil über den Ozean angereist ist. Bei einem Händler in USA habe ich noch einen originalverpackten Ladenhüter  auftreiben können.

P.S.: Vielleicht sollte ich noch hinzufügen, dass dieser DAC bei mir nicht die Erste Geige spielen wird. Er wird an meinen SAT Receiver zum Radiohören angeschlossen, das ist ein untergeordnetes System, bei dem die Tonqualität zwar gut ist, aber grundsätzlich limitiert durch das Sendeformat. Ich habe derzeit noch zwei weitere DACs in Benutzung, die nach audiophilen Gesichtspunkten ausgesucht sind: Einen Styleaudio Carat Ruby 2 und einen Musical Fidelity V90 DAC. Von Musical Fidelity besaß ich früher die Vorläufer V-DAC I und II. Super Teile allesamt.

Sonntag, 24. August 2014

Virtuoso

Prof. Wen-Sinn Yang saßen wir zum ersten Mal bei einem Solo-Konzert im Schwarzwaldstädtchen Altensteig nah gegenüber. Seitdem wissen wir, was für ein begnadeter Cellist er ist. Ich hatte ihn damals nach Einspielungen von Kodály gefragt, Werke, die er zu diesm Zeitpunkt noch nicht aufgenommen hatte. Inzwischen gibt es sie. Ich muss die CD nur noch in mein System einspeichern - eine Tätigkeit, die ich lästig finde. Einfach mal schnell eine CD in den Player einlegen, das war früher...




Samstag, 23. August 2014

Jetzt wär's mal wieder soweit - es klingt!

In der Karlsruher Audioclique haben wir immer dann einen Rundruf unter den Kollegen gestartet, wenn man der Meinung war, einer hätte etwas exemplarisch hörenswertes oder sehenswertes erreicht. Dann traf man sich zum Fachsimpeln, Hören und Staunen. Schön, wenn man die Freude am Hobby mit anderen teilen kann. Ein solcher Kreis von Audiophilen müsste sich indes in der näheren Umgebung von Görlitz erst noch finden.

Heute Abend geht's stattdessen nach Auswärts: Wir sind von Dresdner Audiofreunden zu einem Sommerfest eingeladen, in einer alten Schule am Elbhang. Dort soll eine besonders gut klingende Beschallung aufgebaut sein. Wir freuen uns schon auf den Treff.


Freitag, 22. August 2014

Klassiker²

Mit dem zeitlos schönen Gehäusedesign der Natural Sound Serie hat Yamaha schon in den Siebzigerjahren eine auf das Wesentliche reduzierte, betont strenge und kantige Formensprache entwickelt, die auch heute noch Gültigkeit hat, und produziert seitdem Klassiker in Serie. Mein ehemaliger CA-1000 von Anno 1973 sah daher dem A-S700, den ich gerade gekauft habe, zum Verwechseln ähnlich.


A-S700 (2014), Photo credit: Yamaha

Der A-S700 ist übrigens nicht der teuerste Verstärker im aktuellen Programm, aber der leistungsstärkste. Genau deswegen habe ich mich für dieses Modell entschieden. Labormessungen bescheinigen ihm knapp 190 Watt RMS an 4 Ohm und eine Musikleistung in der Größenordnung von 250 Watt pro Kanal, bei einem Signal Rauschabstand von 110 dB. Das sollte meinen JBL Studio 590 Lautsprechern ordentlich auf die Sprünge helfen. 

Das Innenleben der Geräte hat sich natürlich seit den Siebzigern stark verändert; umso mehr, als heute bei Yamaha eine neue Generation von Entwicklungsingenieuren am Zuge ist. Interessanterweise zeichnet eine junge Japanerin namens Rie Wada für das Schaltungsdesign und die Klangqualität des A-S700 verantwortlich. Ich sehe ein sauberes Stück Technik vor mir, wie ich es von Yamaha gewohnt bin. Tatsächlich war ich von den Produkten dieses Herstellers noch niemals enttäuscht worden, seien es die verschiedensten HiFi-Gerätschaften, Musikerelektronik oder Musikinstrumente gewesen.

Endstufen-Modul A-S700, Photo credit: Yamaha

Donnerstag, 21. August 2014

Nach dem Sommerloch...

... freuen wir uns schon sehr auf neue Klänge, neue Instrumente, neue musikalische Erfindungen.


Montag, 11. August 2014

Dîner en blanc

Am Sonntag im Park von Schloss Hainewalde. Wir lieben ja die malerischen Schlösser und Parks, abgelegen von den touristischen Trampelpfaden. Frühere Urlaube in irischem Manor Houses und in Casas Nobres in Portugal sind mir noch in schönster Erinnerung. Ob es ein Traum bleiben muss, eines Tages in so einem alten Schloss ein paar hohe Zimmer zu bewohnen, wird sich noch weisen. Über mehr Raum für Musik und Kunst verfügen zu können, das hätte schon was.



Freitag, 1. August 2014

Manual Feature

Zufällig fiel mir das neue Männermagazin 'Manual' in die Hände. Beim Durchblättern fand ich ein Feature über Vinyl und Plattenspieler - anscheinend immer noch schwer im Trend, auch bei jüngeren Leuten.
 
Wird Zeit, meinen Thorens Klassiker 'TD160' wieder in Betrieb zu nehmen. Weil die Holzböden in unserer Wohnung stark schwingen, muss ich aber vorher noch eine Wandkonsole für den Plattenspieler bauen. Die Zarge ist derweil beim Lackierer.