Sonntag, 28. September 2014

Bravissimo!




Wir können alle Beteiligten zu dem wunderbaren Nachmittagskonzert nur beglückwünschen, das wir heute erlebten: die Komponisten, die Musiker und uns selbst, als notorische Liebhaber Neuer Musik. Die imposante Orgel der Peterskirche und ein Cello, das im riesigen Kirchenschiff wie verloren wirkt, geht das zusammen? Ja, das geht! Kein Instrument muss im Nachteil sein, wenn die Komponisten so genial sind, die Musiker so begabt und die Raumakustik so hervorragend, wie bei diesem Konzert. Unglaublich spannend und beglückend!

Wir erlebten die Präsentation für eine neue CD, die nach jahrelangen Vorbereitungen in der Peterskirche aufgenommen wurde.

Samstag, 27. September 2014

Professional Direct Drive Turntable

Wie definiert man diesen Begriff heute, wo es die traditionellen Hersteller von Studiolaufwerken, wie Thorens, EMT, Garrard und so weiter nicht mehr gibt? Und wer baut heute noch bezahlbare Direktantriebe? Da muss man sich schon bei den Distributoren für Veranstaltungstechnik, DJ-Zubehör und Recording umsehen. Dort dominieren die Nachbauten des legendären Technics SL1200 Direkttrieblers, der von 1972 bis 2010 produziert wurde, das Angebot. Solche Technics Clones sehen auf den ersten Blick alle verdammt ähnlich aus, sind es aber nicht. Ich musste Unmengen von Daten im Internet abgleichen, Testberichte lesen und Konstruktionsdetails unterscheiden lernen, bis ich so etwas wie einen 'Best-Buy' unter diesen Clones für mich identifiziert hatte. Außerdem musste ich mich über eigene und fremde Vorurteile hinwegsetzen, denn es ist kein Geheimnis, dass solche Geräte in audiophilen Kreisen völlig verpönt sind. Das sitzt tief. Anstatt sich im Profiregal zu bedienen und einen reellen Gegenwert zu erhalten, gibt man lieber Unsummen für technisch gar nicht mal so tolle, aber prestigeträchtig positionierte Geräte aus. Alternativ kümmert man sich hingebungsvoll um Pflegefälle der oben genannten verblichenen Hersteller und sieht diesen manche Schwäche nach, was ich selbst ja auch lange genug gemacht habe. 



Zu meinen neuen Setup passt der 'SL1300 Mk VI Turntable' der NoName-Marke 'DJ-Tech' sehr gut. Das Warten auf den neuen Onkyo CP 1050 hat sich damit wohl erledigt. Nach der Enttäuschung mit dem vermeintlich gleichwertigen Reloop bin ich jetzt wirklich zufrieden mit dem gesamten Qualitätseindruck, dem gleichmäßig ruhigen Lauf und dem Klang. Die rundliche Form des massiven Gehäuses, das weitgehend aus Kunststoff gemacht ist, erscheint auch mir noch gewöhnungsbedürftig. Man könnte sich aber ernsthaft fragen, warum man einen klassischen Thorens TD124 oder einen Garrard 301 als 'schöner' empfindet.

Wink mit dem Zaunpfahl?

Das Buch hatte sich meine Frau gewünscht...


Montag, 22. September 2014

Radiomusik

Klassikradio ist für mich immer noch ein gutes Mittel, um auf unbekannte Komponisten, Orchester und Solisten aufmerksam zu werden. Nicht selten wird von den Kultursendern Material gespielt, das im normalen Tonträgerhandel überhaupt nicht geführt wird. Es lagert in den einschlägigen Rundfunkarchiven und man kann von dort Kopien anfordern. Das ist zwar mit Schriftverkehr verbunden und kommt teurer als eine CD von Amazon, aber ich bin sehr dankbar für diesen Service.



Freitag, 19. September 2014

Ich wollt' es wär' schon Weihnachten!

Ich warte indes nicht auf den Weihnachtsmann, sondern auf den Rollout eines neuen Plattenspielers mit Direktantrieb von Onkyo, der auf der IFA 2014 gezeigt wurde. Wie man mir heute seitens Onkyo mitteilte, kommt der CP-1050 gegen Jahresende auf den Markt. Der angepeilte Marktpreis ist - gemessen am heute üblichen - mit 399.- Euro geradezu günstig. Der Dreher hat denselben 'Super-OEM' Tonarm, der sich bei mir gerade am Reloop RP 7000 als brauchbar erwiesen hat. Über den Antrieb und Teller weiß man noch nichts genaues, da gilt das Prinzip Hoffnung. 

Photo credit: Phile-web

Das schlicht-funktionelle Design finde ich herrlich 'Retro'. Eine Rückbesinnung der großen japanischen Hifi-Marken auf ihre Stärken scheint derzeit evident zu sein. Ausnahme Pioneer, die werfen das Handtuch: Pioneer's exit from stereo components marks end of era


Sonntag, 14. September 2014

Der Fazioli Flügel im Vino e Cultura

Ich komme immer weniger hinterher, von Konzerten, Veranstaltungen und Exkursionen zu berichten, denn das gesellschaftliche Leben in Görlitz füllt uns aus. Gestern wurde z.B. eine Kammerkonzertreihe im 'Vino e Cultura' eröffnet, ein Haus am Untermarkt, über dessen schickes Restaurant ich schon einmal etwas notiert hatte. 

Musiker der Neuen Lausitzer Philharmonie werden in dieser Konzertreihe acht mal hintereinander in unterschiedlicher kleiner Besetzung auftreten. Andrea Sanguineti, der hiesige junge Generalmusikdirektor eröffnete die Reihe zusammen mit dem Bariton Jisu Park mit einem Belcanto-Programm, als Hommage an die italienische Musik.



Wir erlebten einen ganz wunderbaren Abend im lichten Obergeschoss eines luxuriös restaurierten Görlitzer Hallenhauses. Sogleich fiel uns der weich abgerundete und schönfarbige Klang des Flügels auf. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass wir richtig gehört hatten. Wir erlebten tatsächlich ein ganz ganz besonderes Instrument, nämlich einen 'Fazioli'. Andrea Sanguineti hält diesen 'für den besten Flügel überhaupt' und wusste ihn auch gekonnt zu bespielen.

Freitag, 12. September 2014

Reloop RP 7000

Auf dem Papier nach Datenlage vielversprechend, bin ich mal gespannt, wie sich der große Reloop RP 7000, den ich gerade bestellt habe, in meinem 'Main-System' bewährt. Es ist nicht mein erster Versuch mit Reloop.
Photo credit: Reloop

Ich suchte einen aktuellen Pro-Dreher der wenig Ansprüche an die Aufstellungsbasis stellt. Ein robustes Gerät, mikrofonieresistent, transportierbar und easy zu bedienen. Konventionelle Hifi-Plattenspieler sind mir manchmal zu umständlich, zu wackelig oder zu empfindlich.


Der Einfacheit halber, habe ich ein Concorde Nightclub MKII Cartridge dazu bestellt. Damit muss nur noch der VTA in Relation zur Plattenoberfläche eingestellt werden. Alles andere ist fix.

Photo credit: Ortofon


Update 19. September: Den Plattenspieler habe ich wieder weggegeben. Der Qualitätseindruck des Geräts war insgesamt gut. Mit dem Tonarm und dem System erreichte ich auch respektable 80µ als Trackingwert und der Klang war OK, ich hatte jedoch Probleme mit dem S/N-Ratio. Schon bei leicht erhöhter Zimmerlautstärke hört man über den TA bei tonlosen Leerrillen auf der Schallplatte mahlende Lager-Geräusche, verbunden mit niederfrequentem Lager-Rumpeln bzw. Motor-Noise. Es ist natürlich möglich, dass es sich bei meinen Exemplar um einen Ausreißer gehandelt hat.


Donnerstag, 11. September 2014

Cartridge sucht Turntable



Das AT 120E/II war eigentlich als Upgrade für meinen Thorens gedacht, den ich jetzt aber verkauft habe. Passend zum Stil meiner neuen Anlage - im Grunde 70'er Jahre Hifi mit modernen Mitteln - passt eigentlich nur ein wuchtiger Plattenspieler mit Direktantrieb. Waren diese Laufwerke früher eine Domäne der großen japanischen Hersteller gewesen, sind es heute die Chinesen, namentlich der OEM-Hersteller Hanpin, die den Markt dominieren. Bei den Pro-Turntables gilt zwar der Technics 1210 noch immer als das Maß der Dinge im DJ booth oder Club. Neuere Clones wie z.B. der brandneue Pioneer PLX-1000 kommen dem aber qualitativ sehr nahe, haben added features und sehen cooler aus. Den Pioneer finde ich aber zu teuer in Anbetracht des Gebotenen. Ich werde wohl eine andere Marke wählen, die sich aus dem gleichen Super-OEM Baukasten bedient.


Samstag, 6. September 2014

Garage sale % % %

Verkaufe Thorens TD 160 Plattenspieler

Es ist der letzte und tatsächlich der beste verbliebene Thorens aus meiner Sammlung.

Erneuert wurden Riemen und TA-Nadel. Die Zarge habe ich gerade neu lackieren lassen in Schwarz seidenmatt.

Update 7. September: Der Thorens ist verkauft