Freitag, 21. November 2014

Design als Kunst der Reduktion

Dieser Klassiker war schon in meinen Kindertagen unverzichtbares Küchenutensil. Das war in einer materiell bescheideneren Dekade noch vor dem Deutschen Wirtschaftswunder. Der heutige Konsumwahnsinn war damals nicht abzusehen.

Es gibt für mich aber auch heute noch keinen besseren Kartoffelschäler. Grad' kauften wir uns wieder einen im Bauhaus-Shop in Berlin und freuen uns an der nachhaltig schönen Form.


Donnerstag, 20. November 2014

Kontrastprogramm

Bauhaus Design und Beautiful People gucken, schön japanisch Essen, Galeriebesuch 'Neue Chinesische Malerei', Einkaufsbummel, Nachtspaziergang und Absacker im Lichtermeer - wir haben unseren Berlin-Trip sehr genossen. Diesmal bewegten wir uns im Stadtteil Charlottenburg. In einer Woche sind wir zufällig schon wieder in Berlin-Mitte unterwegs, im Regierungsviertel.
Von unserer geruhsamen Operationsbasis Görlitz aus gesehen, liegen vier spannende Kulturmetropolen im näheren Aktionsradius, mit jeweils ganz eigenem Charakter: Berlin, Dresden, Wrocław und Praha.






Montag, 17. November 2014

'Sacre', Berlin - grandios verpeilt

Es war nicht ganz einfach gewesen, für dieses moderne Tanzstück überhaupt noch zwei Karten zu bekommen. Die Inszenierungen von Sascha Waltz sind immer schon Monate vorher ausgebucht.

Oh ja, es hätte das Highlight unseres Wochenend-Trips nach Berlin sein sollen! Hätten wir nur nicht übersehen, dass sonntags die Vorstellungen schon um 18 Uhr beginnen. Als wir mit zwei Stunden Verspätung im Schillertheater aufliefen, bekamen wir nur noch etwas vom brausenden Schlussbeifall im Foyer mit, bevor wir ziemlich geknickt weiterzogen und den Abend noch irgendwie zu retten versuchten.


Freitag, 14. November 2014

Pflichtlektüre

Das  schmale Büchlein ist ein Muss für jeden, der sich für Neue Musik im Wandel der Zeit interessiert - intellektuell anspruchsvoll, inhaltlich dicht gepackt und dennoch gut lesbar.

Ich finde den Versuch von Harry Lehmann, die Veränderungen in der Szene der Neuen Musik mit einem dezidiert philosophischen Ansatz zu betrachten sehr bemerkenswert. Mir hilft es bei meinen eigenen Überlegungen. Zudem werden Konzepte und Künstler erwähnt, die ich noch nicht kannte. Mit meinen eigenen Projekten und mit jenen befreundeter Komponisten, sehe ich mich als Teil der Prozesse, die in dem Buch beschrieben werden.

Wie ich inzwischen feststellte, bot das Buch reichlich Anlass zu Kontroversen und es gab auch Verrisse. Ich halte das für völlig normal. Jemand stellt eine These auf und einige widersprechen ihr komplett oder Teilen davon. Aber die These gibt wertvolle Denkanstöße. Das Buch, auf das ich durch eine Aufführung in Hellerau aufmerksam geworden bin, habe ich mit Gewinn gelesen. Siehe auch meine Notiz vom 19-okt-2014

Mittwoch, 12. November 2014

Querverweis

Zufällig fand ich über einen untergeordneten Link beim Stöbern in der Wochenzeitung 'DIE ZEIT' zur Homepage der Künstlerin Katie Paterson und dort wiederum ein wunderbares Konzeptkunstprojekt. Es hat mir von der Idee her so gut gefallen, dass ich um Erlaubnis gebeten habe, es hier im Blog zu verlinken.

Ein Plattenspieler, der sich synchron mit der Welt dreht:  katiepaterson.org/worldturns

Bildnachweis: Prepared record player. Installation view James Cohan Gallery, New York, 2011. Photo © MJC, 2011, Courtesy of James Cohan Gallery, New York 

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Die Idee dieser extremen Zeitdehnung erinnert mich nicht zuletzt an die Aufführung des Stücks ORGAN²/ASLSP (as slow as possible) von John Cage, die wir schon einmal in Halberstadt besucht haben. Kontext: lebong.de/blog12/ff/cage   Foto: Johannes LeBong


Dienstag, 11. November 2014

Bürgerbeteiligung - echt jetzt?

Unter dem Motto „MEINE STADT.KULTUR“ durften sich die GörlitzerInnen auf einem quadratischen Stück Zeichenkarton kreativ austoben, propagiert als Mittel der Bürgerbeteiligung an der Kulturentwicklungsplanung:


In der Städtischen Galerie Brüderstraße wird derzeit eine Auswahl von etwa vierzig Arbeiten präsentiert. Während meine Frau brav mit zwei Photoalben zum Durchblättern die bösen Schlaglöcher und Lücken des vielbeworbenen 'Oder-Neiße-Radwegs' im Bereich von Görlitz dokumentiert und kommentiert hat, bevorzugte der Künstler Bernhard Kremser die Metaebene und stellte zunächst die Grundsatzfrage.

Schade, dass mir derart feine Ironie nicht selbst eingefallen ist, denn ich stehe solchen Aktionen durchaus kritisch gegenüber in Bezug auf ihre Wirksamkeit im Entscheidungsprozess.

Samstag, 8. November 2014

Blog paradox

Immer dann, wenn wir viel erleben, worüber es sich eigentlich zu berichten lohnte, gibt es wenig davon im Blog.  Mir fehlt in solchen Zeiten die Muße am Bildschirm. 

Apropos 'Muße': Heute genossen wir die strahlende Novembersonne in unserem Lieblingscafé 'Gloria' am Görlitzer Untermarkt. Ganz vorne unter den alten Arkaden haben wir schon unseren Stammplatz gefunden. Das Café ist geschmackvoll im klassischen Pariser Stil eingerichtet. Man serviert dort unter anderem leckere Tarte flambée, in einer tollen Qualität, die wir sonst nur aus dem Elsass kennen. Auch der Espresso ist sehr gut.

Freitag, 7. November 2014

Rückblick 6. November - Neue Musik in Dresden

Gestern besuchten wir zum ersten Mal ein Konzert der Hochschule für Musik - hfmdd.de - am Wettiner Platz. Der Konzertsaal befindet sich in einem modernen Glas- und Betonbau, der an diesem trüben Novemberabend in einladend freundlichem Licht erstrahlte. Wir werden in der nächsten Zeit bestimmt noch öfter da hinfahren, auch wenn es mit dem Auto über eine Stunde dauert. Wir wünschen uns, dass sich auch in diesem neuen Umfeld wieder nette Bekanntschaften mit den Protagonisten und Gleichgesinnten ergeben werden.
So bequem wie in Karlsruhe haben wir es hier aber nicht. Dort reichten uns gerade mal 15 Minuten mit dem Fahrrad, um eine Veranstaltung der HfM KA zu besuchen. Zum Zentrum für Kunst und Medientechnologie - zkm.de - waren es sogar nur 5 Minuten.

Wir hörten: Wroclav – Köln – Essen – Dresden
Vier Positionen elektroakustischer Musik, vorgetragen vom Sound Factory Orchestra Wroclaw unter der Leitung von Robert Kurdybacha.  soundfactoryorchestra.com
 
In einer fortgesetzten Kooperationsreihe der Musikhochschulen werden überwiegend elektroakustische Arbeiten von Dozenten vorgestellt. Das gestrige Konzert bot einen interessanten Einblick in aktuelle Positionen elektroakustischen Komponierens.

Das Programm:
  • Pawel Hendrich: „Drovorb" für Klarinette, Klavier, Violine, Viola, Violoncello und Computer
  • Franz Martin Olbrisch: „coupures de temps…“ für Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello, Drums und Live-Elektronik 
  • Michael Beil: „Exit to enter“ für Flöte, Klarinette, Drums, Klavier, Violine, Viola, Live-Video und Audiotechnik
  • Dirk Reith/Thomas Neuhaus/Günter Steinke: „Essener Trilogie“ für Ensemble, Musikinstrumente und Live-Elektronik


    Zufällig fanden wir unseren Sitzplatz neben Prof. Thomas Neuhaus, der an der Folkwang Universität der Künste in Essen lehrt. Dadurch ergab sich vor Konzertbeginn die Gelegenheit zu einem Smalltalk über Computermusik im Allgemeinen. Von ihm, Dirk Reith und Günter Steinke stammte übrigens das anspruchsvolle letzte Stück mit hybrider Musik - spannende Sache! Der Abend hat uns sehr gefallen.