Mittwoch, 27. Mai 2015

Künstlergespräch

Ich bin da zufällig reingeschneit. Wollte eigentlich nur einen Espresso im Info-Offspring-Kiosk trinken, als sich die Gesprächsrunde gerade formierte. 
Die fünf Artists in residence, die am ZV-Festival 2015 mitgewirkt hatten, gaben Auskunft über ihre Aktionen und erzählten von ihrem fünfwöchigen Aufenthalt. Danach zog man ein vorläufiges Resümee - für mich als Gast unter Insidern alles ziemlich interessant.


Bei dieser Gelegenheit lernte ich auch noch kurz die Performance Künstlerin Stephanie Hanna kennen, (links im Bild) auf deren Projekt ich neugierig wurde, als ich in der Zeitung davon las. In Görlitz hat sie 'Rat für ein gutes Leben' gesammelt, indem sie mit einem audiotechnisch ausgerüsteten Rollkoffer durch die Stadt zog und Leute danach fragte, wie zuvor in Berlin–Neukölln, Wedding und Marzahn. 

Näheres auf ihrer Website: stephaniehanna.de

Am Abend erklärte Sie mir vor Ort ihre technisch raffinierte Rauminstallation im Hotel 'Haus des Handwerks' wo Lautsprecherstimmen aus unauffällig herumstehenden Küchenradios die gesammelten Ratschläge wiedergeben, sobald man sich ihnen nähert. Solche vielschichtigen Arbeiten mit Medienmix und tieferem Sinn gefallen mir.

Fotos: Johannes LeBong

Montag, 25. Mai 2015

Recipe for small design

Recipe for small design ist ein Projekt, das zu den 'Zukunftsvisionen 2015' in Görlitz gehört, und das mir besonders gut gefallen hat.

Zwar habe ich heute noch viele andere Ausstellungen des Festivals besucht, beispielsweise die in der Hotelruine am Bahnhof, welche zu einem provisorischen 'art hotel' wurde, oder die Fotoausstellung in der aufgelassenen Energiefabrik, aber am Ende wurde es mir fast zu viel mit der alternativen Kunst und ich hatte Hautjucken vom Staub in den alten Gebäuden.


In einem ehemaligen DDR-Spirituosenladen, direkt neben dem besagten Hotel, der nun vorübergehend zum Ideen-Shop für Design mutiert ist, hielt es mich länger, weil mich die Sache mit dem 'small design' angesprochen hatte. Beiläufig kam ich dort mit einer kleinen Gruppe von Kulturmanagement-Studentinnen ins Gespräch, die mit der Organisation des Festivals befasst waren. Es war sehr interessant ihre Sichtweise kennenzulernen und mehr über die Hintergründe des Projekts zu erfahren.

Der Shop in Görlitz, wo man die Design-Gegenstände im Regal nicht mitnehmen kann, wurde mit den BWA Wrocław Galleries of Contemporary Art, der europäischen Kulturhauptstadt Wrocław 2016 und dem Schlesischen Museum Görlitz gemeinsam vorbereitet.


Mehr zum Projekt auf der polnischen Website: bwa.wroc.pl/pnmd

Kontext: zuvi-festival.de


Bildzitat links: von der Projekt-Homepage
Fotos: Johannes LeBong

Sonntag, 24. Mai 2015

Fagott & Orgel

Diese beiden Instrumente harmonieren meistens sehr gut zusammen und außerdem war ich noch nie in der Kathedrale St. Jakobus gewesen. Also machte ich mich auf in die Südstadt, wo heute eins der Konzerte der 14. Görlitzer Orgelnacht stattfand. Hauptsächlich wurden Werke von Mozart gespielt. Von der schönen Backstein-Architektur der Kirche und von ihrer gigantischen Größe war ich sehr beeindruckt, nicht so allerdings von der Raumakustik.

Von der hohen Orgelempore tönte es verhalten, verzögert, vielfach gebrochen. Ich hatte den Eindruck einer weit oben im Kirchenschiff schwebenden Klangwolke mit einem großen Hörabstand. Eine frohe Stimmung im Publikum habe ich auch nicht wahrgenommen und so verließ ich die Kirche noch vor dem Ende des Konzerts.

Foto: Johannes LeBong

Open art lab – Goerlitz in progress

Nach einem Cappuccino im Info-Offspring-Kiosk schlenderte ich über den Obermarkt und traf eher zufällig auf eine der Künstlerinnen, die zur Zeit als Artists in Residence im Rahmen der Zukunftsvisionen 2015 in Görlitz wirken. Ariane Trümper arbeitete gerade an einer Installation mit dem Titel 'Auf der Anderen Seite', als ich mein Foto von ihr im Schaufenster schoss. Es ist die andere Seite von Görlitz gemeint - die über der Grenze nach Polen. Am besten man schaut sich die mit wehenden Folien dekorierten Räume selbst einmal an, lauscht mysteriösen Stimmen an uralten Telefonen und betrachtet Videobilder. Im Gespräch waren wir uns einig, dass die geteilte Stadt derzeit noch wenig verbindet. Man toleriert sich zwar gegenseitig, aber sonst herrscht eher Desinteresse. Ariane Trümper greift dieses sensible Thema szenisch auf.

Kontext-Link: arianetruemper.de

Fotos: Johannes LeBong

Videotipp: Boulez Radikal

Erst mit etwas Verspätung wurde ich in der ARD Mediathek auf eine Hommage für Pierre Boulez zum Neunzigsten aufmerksam. Es ist ein sehr schönes Filmportrait über den von mir hoch geschätzten Komponisten, dem die Neue Musik ungemein viel zu verdanken hat.

Das Video ist noch abrufbar bis zum 22.06.2015:


Zitat: "Ohne ihn wäre die Geschichte der Musik seit 1945 eine andere. Pierre Boulez - Ikone der Neuen Musik, dessen Vehemenz eine der tiefsten ideologischen Spaltungen in der Musik bewirkte."

Foto: Pierre Boulez (1968) Quelle: Wikipedia, Urheber: Joost Evers

Samstag, 23. Mai 2015

Im Elfenbeinturm

Heut' Morgen fand das Philosophische Café # 2 statt. Ich möchte nicht sagen, es wäre weniger interessant als das Erste gewesen, über das ich im April berichtet hatte. Ganz im Gegenteil: wohlmeinende und gebildete Menschen ventilierten ethische Fragen des Zusammen-lebens von Mensch und Tier. Aber dringt es aus dem Elfenbeinturm und verändert die Welt zum Guten, die es so dringend nötig hätte?

Foto: Johannes LeBong

Freitag, 22. Mai 2015

Exkursion nach DD

Bis ich meine Lieblingsplätze in Dresden alle entdeckt habe, das wird noch dauern. Erstmal bin ich froh, wenn ich ruhige Ecken finde, wo ich parken und von dort aus in die Innenstadt spazieren kann. Ein Ankerpunkt ist die Hochschule für Musik, wo ich heute wieder einmal ein Konzert des 'Studio Neue Musik' besuchte. 

Der Besuch hat sich unbedingt gelohnt, auch wenn sich praktisch kaum ein externer Besucher in dieses Konzert verirrt hat. Die neue Musik hat leider auch in Dresden meist nur ein ganz kleines Publikum. 

Ich hörte Werke von Hermann Keller, Luciano Berio, Wilfried Krätzschmar, Manfred Weiss, Henning Frederich, Karlheinz Stockhausen u.a. mit Studierenden der HfM Dresden. Einstudierung: Prof. Christian Münch und Thomas Westbrooke

Gleich um die Ecke bei der HFM auf meinem Weg Richtung Zwinger und Innenstadt, fand ich ein kleines Möbelgeschäft, das mir mit seinem Programm an modernen Klassikern und mit schlicht-schönen Designgegenständen sehr gut gefallen hat. 

Das sind so angenehme Stil-Standards für mich. So wie es früher in Heidelberg das Möbelhaus Romer gewesen war, wo ich als Jugendlicher in den Sechzigerjahren zum ersten Mal mit großen Augen ein bahnbrechend neues Interior-Design bestaunte. Später in Karlsruhe war das Möbelhaus Burger unsere diesbezügliche Referenz-Adresse. Diese Geschäfte waren oder sind in dem 40 Jahre alten Netzwerk der 'Creativen Inneneinrichter' verbunden. In DD gibt es auch eine Dependance namens 'Design-Werkstatt GmbH'. Die werde ich mir demnächst mal anschauen.

Fotos: Johannes LeBong 

Donnerstag, 21. Mai 2015

Görlitz - Auferstehung eines Denkmals

... so heißt eine Ausstellung, die noch bis zum 18. Oktober in einer ehemaligen Produktionshalle des Keramischen Maschinenbaus (KEMA) zu sehen ist.


Dort werden Fotografien von Prof. Jörg Schöner aus Dresden gezeigt, der damit die Metamorphose einer ehemals völlig morbiden Stadtlandschaft dokumentiert, die heute zu den schönsten von Deutschland gehört. Man denkt unwillkürlich an das geflügelte Wort vom 'Phönix aus der Asche', wenn man die alten Fotos mit 'unserem Görlitz' von heute vergleicht.




Fotos: Johannes LeBong, Abb. mit freundlicher Genehmigung von Prof. Jörg Schöner

Montag, 18. Mai 2015

In Paradisum

In Paradisum - ist als romantisches 'Concert Spirituel' gedacht, das imstande ist, den Zuhörer in vielerlei Hinsicht „so weit wie möglich über die Wirklichkeit hinauszuheben“ - so steht's im Begleittext.


Was wir vergangenen Samstag im Konzertsaal der Hochschule für Musik in Dresden zu hören bekamen, war in der Tat erhebend. Wir hörten Werke von César Franck, Gabriel Fauré und Francis Poulenc. 

Auf der Bühne ein Großaufgebot an KönnerInnen. Mitwirkende waren: Friederike Beykirch, Jiheon Lee, Marie Hänsel, Martin Schicketanz, Nikolaus Nitzsche, Chor der HfM Dresden, Elbland Philharmonie Sachsen, Gesamtleitung: Olaf Katzer


Hauptsächlich die gut ausgebildeten jungen Stimmen machten das Konzert zu etwas ganz Besonderem. Das Programm kannten wir schon von anderen Konzerten und von der Chorarbeit meiner Frau. Manches Stück hat sie auch schon selbst gesungen und wir haben vergleichbare Aufnahmen von bekannten Chören. So schön und berührend und mit so viel Esprit aufgeführt wie in Dresden haben wir die Stücke vorher noch nie live gehört.

Fotos: Johannes LeBong

Cuisine japonaise

Wer uns kennt, weiß von unserer Liebe zu Japan und zur japanischen Küche. Von daher wäre es von Vorteil, wir würden in Berlin wohnen, denn nirgends in Deutschland sahen wir mehr schöne und auch noch preiswerte Japan-Lokale und Sushi-Shops. Zwar habe ich selbst mal einen Sushi-Kurs bei einer japanischen Lehrerin absolviert, aber zu mehr als zu einer Küchenhilfe tauge ich wohl heute mangels Übung nicht mehr.

Fotos: Johannes LeBong

In Dresden haben wir noch nicht viele 'Japaner' entdeckt. Am Wochenende testeten wir das Restaurant Ogura im Hilton. Das Interieur sieht tatsächlich wie ein einfaches 'famiri resutoran' (Familienrestaurant) in Japan aus. Der japanische Geschmack stimmt und die Bedienung war sehr freundlich. Wir genossen ein schönes Essen! Das Ambiente im Hilton fand ich allerdings trist und gestrig. Also suchen wir weiter. Bisher schafften wir es noch nicht, an einem Treffen der Deutsch-Japanischen-Gesellschaft Dresden teilzunehmen, von der wir uns neue Impulse erhoffen. In Karlsruhe waren wir Mitglieder der dortigen DJG gewesen. Meine Frau sang im Deutsch-Japanischen-Chor von Karlsruhe, der manchmal sogar in unserer Wohnung probte. Wir denken gern an diese Abende zurück.

Sonntag, 17. Mai 2015

Chorkonzert im Kloster St. Marienthal

Es war das erste Mal, dass wir die wunderschöne Klosterkirche betreten konnten, die erst kürzlich mit einem immensen Geldaufwand wiederhergestellt wurde, nach einem Jahrhunderthochwasser der Neiße. Die herrliche Klosteranlage kennen wir allerdings schon länger von gelegentlichen Ausflügen und Radtouren dahin. Es ist für uns ein magischer Ort, nicht zuletzt, weil wir bei unserer ersten Exkursion nach Görlitz dort logiert hatten.
 
Die ruhigen Gästezimmer des Klosters sind übrigens sehr zu empfehlen. Ihre hohen Gewölbe und urigen eisenbeschlagenen Eichentüren erzählen noch von karger altklösterlicher Strenge. Weil die Schlafräume aber mit einem ausgesprochen modern gestalteten Sanitär-Kabinett ergänzt wurden, wirkt alles zusammen sehr stilvoll und gehoben.
 
Foto: Johannes LeBong

Freitagabend besuchten wir ein Konzert der 'Capella Aquensis' mit Werken von Poulenc, Durufle, Orlando di Lasso, William Byrd, Purcell u.v.a. im Kloster. Dabei zeigte sich die sehr gute Akustik der Klosterkirche. Man sitzt im hinteren Teil des Kirchenschiffs, wobei sich der Raum erst vorn zum Altar hin nach oben öffnet. Über den Sitzreihen für das Volk befindet sich nämlich noch die Etage des Nonnenchors, vom weltlichen Leben symbolisch getrennt durch ein schmiedeeisernes Gitter und damit allen Blicken entzogen. Wir genossen den wundervollen Gesang.

Foto: Torsten Fechner

Thomas Beaujean, der Chorleiter des A-Cappella-Konzertchores aus Aachen, wirkte nach dem gelungenen Auftritt ebenfalls ganz glücklich. Der Chor war übrigens 1963 von dem Star-Violinisten André Rieu gegründet und lange geleitet worden.


Donnerstag, 14. Mai 2015

Nachtrag zur Vernissage im Dom Kultury

Von der Künstlerin Elżbieta Suchcicka hatten wir schon einmal im Februar 2104 sehr poetische Arbeiten bei der Ausstellung 'Frost' gesehen, die uns extrem gut gefallen haben. Sie entwickelte eine Technik, nasse Wasserfarben auf Papier im Winterfrost ausfrieren zu lassen. Auf diese Weise läßt sie immer neue bezaubernde kristalline Eisblumenmuster entstehen, die dann von selbst beim Trocknen fixiert werden. So macht sie physikalische Naturphänomene zur Komplizin ihrer Malerei. Wie sie mir erzählte, hat sie zehn Jahre für diese tollen Ergebnisse gebraucht.

In der aktuellen Ausstellung breitet sie einen riesigen künstlichen Wasserfall aus fein gewebten Stoffbahnen in der hohen Halle aus. Am Beginn erscheint er im Oberlicht hell grünlich und klar, verfärbt sich aber im Verlauf übers bläuliche, bis seine Farbe am Ende verschmutzt wirkt und dem Ursprung immer fremder wird. Die Künstlerin zieht hierbei eine Parallele zum Leben.

Den Boden vor der Rauminstallation bedeckt ein Bilderteppich mit Frostbildern von Elżbieta Suchcicka, diesmal mosaikartig zusammengesetzt aus zahlreichen kleinformatigen Arbeiten.

Die folgende Aufnahme zeigt eine Spiegelung in einem Wandobjekt der jungen Künstlerin Ewa Zuchnik. Das optisch effektvoll gestaltete Objekt aus Emaille und Plexiglas, das zunächst an eine überdimensionale bemalte Schüssel denken lässt, hat uns bei näherer Betrachtung ebenfalls fasziniert.


Fotos: Johannes LeBong, Abb. mit freundlicher Erlaubnis der Künstlerinnen

Montag, 11. Mai 2015

Wind of change


Weht gerade ein neuer Wind durch die alten Gassen von Görlitz und entstaubt das Kulturgeschehen? Man könnte es fast meinen. Das Theater spielt plötzlich neuere Stücke und die Kulturservice-Galerie zeigt keine alten Kupferstiche sondern grossformatige moderne Malerei.

Auch im öffentlichen Raum findet sich die eine oder andere zeitgeistige Manifestation der Kunst. Und wenn mich mein Eindruck nicht täuscht, scheint im Städtchen plötzlich mehr modisches Jungvolk unterwegs zu sein. Wir hoffen, das wird ein Trend!

Die interessanteste Vernissage dieser Woche erlebten wir bei der Ausstellung 'WASSERGLEICH' (poln. WODAJEST) im Dom Kultury Zgorzelec, wo Objekte, Installationen und Bilder international erfolgreicher Künstler gezeigt werden, die mit dem Thema Wasser in Verbindung stehen.


Daneben gibt es noch andere Locations, die zu diesem deutsch-polnischen Projekt gehören. So zum Beispiel der Wasserfall an der Altstadtbrücke.

 Mehr auf der Homepage: wassergleich.eu

Photo credit: Gabriele Neugebauer

Als ich zum ersten Mal von der Installation namens 'MORGANA' von Arend Zwicker gehört hatte, bei der ein fein perlenden Wasservorhang von der Altstadtbrücke fällt, musste ich natürlich spontan an die spektakulären 'New York City Waterfalls' von Olafur Eliasson denken, die ich allerdings nur aus den Art-Medien kenne. Da liegt uns die Altstadtbrücke näher. 

Ebenfalls interessant finden wir noch ein ganz anderes Projekt, das gerade anläuft und mit einem kleinen Info-Café-Kubus mitten auf dem Theatervorplatz sichtbar wird: das 'Open Art Lab Projekt'. Es gehört mit zu den 'Zukunftsvisionen 2015', ein Festival für zeitgenössische Kunst, gefördert u.a. von der Kulturstiftung des Bundes: 

 
Last but not least organisieren die 'Freien Künstler Görlitz' vom 2. Juli bis 13. Sept. ein Sommercamp mit dem Titel 'Bohemian Crossings'. Während dieser Zeit sind Maler, Bildhauer, Musiker, Literaten und darstellende Künstler aus der ganzen Welt eingeladen eine zeitlang zu bleiben, um zu arbeiten, auszustellen, aufzutreten oder Workshops zu geben.

Sonntag, 10. Mai 2015

Sechsmal Kontrabass, zweimal Kaffee und Kuchen

So könnte man den wunderschönen musikalischen Nachmittag zusammenfassend beschreiben, den meine Frau und ich heute im Carl-Maria-von-Weber-Museum Dresden erlebten. Wir sind wieder einmal bezaubert von der herrlichen Lage des alten Winzerhauses am Elbhang und seinem malerischen Garten.

Beim sogenannten 'Hochschulpodium Kontrabass' lernten wir mehrere Studierende der Klasse KV Tobias Glöckler kennen und hörten Werke von R. Fuchs, Rossini, Piazolla, D. Dragonetti, J.B. Vanhal und G. Bottesini. Anfangs gingen die jungen Talente noch etwas zaghaft zur Sache, im weiteren Verlauf wurde routinierter gespielt. Am Ende hatten wir sechs BassistInnen gehört, jeweils begleitet am Flügel. Es war uns eine Freude!

Mehr noch als die großen Häuser, wo berühmte Solisten und Orchester den üblichen Klassik-Kanon abfeiern, lieben wir solche Insider-Podien, wo man fast immer spannendes Material zu hören bekommt. Nach dem Konzert saßen wir noch am Kaffeetisch im Grünen mit zwei jungen Kontrabassistinnen aus Korea und aus China zusammen. Ich erzählte ihnen meinen Traum von einer größeren Wohnung in Görlitz, mit einem Salon, wo wir wieder Hauskonzerte mit  Neuer Musik für unsere Freunde geben können - am liebsten mit jungen MusikerInnen von der Hochschule.