Dienstag, 4. Oktober 2016

Schlusspunkt

Bekanntlich soll man ja dann aufhören, wenn es am schönsten ist. Diesen Moment habe ich mit meinem Blog wohl verpasst. Im Gegensatz zu den Anfängen des Internet in den frühen Neunzigern, als ich es als überschaubaren Übungsraum einer sympathischen Avantgarde miterlebte, ist das Web heute maßlos mit fragwürdigen Inhalten überladen. In einer Flut aus Information, Desinformation und Werbung, die von Algorithmen gesteuert auf die Menschen einströmt, gehen wertvolle kulturelle Errungenschaften genauso verloren, wie lebendige soziale Bindungen.

Der Philosoph Richard David Precht erkennt in der Daten-Cloud gar Züge einer Diktatur, die Herrschaft digitaler Imperien, die uns in atemberaubendem Tempo unsere Freiheit abkaufen und uns in einer Matrix einlullen. Es ist also an der Zeit sich auszuklinken und darüber nachzudenken, was wir vom Digitalen haben wollen und was nicht.

Meinen Leserinnen und Lesern sage ich mit leiser Wehmut Adieu, schließe den Blog und bedanke mich herzlich bei allen für das freundliche Interesse.